Eine Schule ohne Rassismus

Oper.Über.Leben.

Oper.Über.Leben. – Ein Projekt mit der Bayerischen Staatsoper 

Die Schüler über kreative Wege an die Oper heranzuführen und sie für die Oper zu begeistern war das Ziel der Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper. An unserer Schule wurde das Projekt bereits zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren durchgeführt. Teilnehmen durfte in diesem Schuljahr der Musikkurs der achten Klassen. Die Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini stand auf dem Spielplan.

Zur Motivation durften die Schüler Ende März das Opernhaus besichtigen, um einen Eindruck von dem Unternehmen Staatsoper zu gewinnen. 

Es folgten vier Workshops, zwei davon in der Schule, zwei in den Probebühnen des Opernhauses. Am 2. Mai stellten die Schüler ihre Interpretation von „Turandot“ den Opernbesuchern vor, als Vorprogramm der realen Vorstellung im wunderschönen Königssaal des Opernhauses. 

Workshop 1 am 29.03.2019 in der Schule:                                                                                                       Wir lernen das Handwerkszeug eines Schauspielers.

Warming up im Theatersaal:


Wir werden von den Theaterpädagoginnen Frau Gessat und Frau Ziegler zu Schauspielern ausgebildet. Dabei wachsen wir zu einer richtigen Gruppe zusammen.

Eine Fülle von Aktivitäten lässt uns aktiv und kreativ im Umgang miteinander werden.



Workshop 2 am 03.04.2019 in der Schule:                                                                                                        Wir werden mit der Handlung und den Personen vertraut gemacht.


Schreibkonferenz in Gruppen:

Nach der Vorstellung der Handlung und der Personen schreiben wir eigene Texte. Ohne es als große Mühe zu empfinden, lesen und schreiben wir Monologe, die wir später vortragen werden. 

 


Workshop 3 am 10.04.2019 in den Proberäumen der Staatsoper:                                                                   Der musikalische Part beginnt.


Felix, ein Musiker des Opern-Orchesters übernimmt die musikalische Leitung. 

Der musikalische Aufbau wird besprochen.Wir erproben Instrumente, die den dramatischen Ausdruck begleiten sollen.

 

    

Workshop 4 am 29.04.2019 in den Proberäumen der Staatsoper: 



Das Orchester wird zusammengestellt, die einzelnen Sequenzen werden geprobt und zusammengesetzt. Als musikalische Verstärkung und Beraterin kommt Magdalena noch dazu. Felix gibt uns die letzten Erklärungen und Tipps. Ein Xylophon richtig zu bedienen ist gar nicht so einfach. Es bedeutet: Konzentration pur! Jeder Einsatz muss sitzen!

Generalprobe und Präsentation am 02.05.2019 im Königssaal der Staatsoper:


Jeder steht an seiner Position.                  Deutlich und artikuliert zu sprechen – das ist in diesem großen Saal gar nicht so leicht.   Die Aufregung kommt dazu.                       Aber jeder kann seine Rolle.



Alles läuft wie am Schnürchen, jeder Schritt, jeder Ton, jeder Schlag sitzt.                              Die Atmosphäre ist sehr festlich.



Und am Schluss: Langer Applaus. Die Mühe hat sich gelohnt!

Das war Teamarbeit vom Feinsten!

Und jetzt geht es in die echte Vorstellung. Wir sind begeistert. Nie dachten wir, dass Oper so spannend und vielseitig sein könnte.

Am nächsten Tag kommen Frau Gessat, Frau Ziegler, Felix und Magdalena in die Schule zu einer Nachbesprechung. In lockerer Atmosphäre bei einem leckeren Frühstück, das die Schülerinnen und Schüler vorbereitet haben, lassen wir die vergangenen Tage noch einmal revuepassieren.

Wir bedanken uns bei den Theaterpädagogen für ihre große Mühe und den humorvollen Umgang mit uns.


Eser von der Klasse 8 m schreibt ein paar Nachgedanken auf:

Was mir von Oper.Über.Leben. „Turandot“ geblieben ist:

Das Projekt OPER.ÜBER.LEBEN. hat mich sehr beeindruckt. Bevor die Workshops anfingen, erhielten wir eine Führung durch die Oper. Uns wurden Räume gezeigt, die normalerweise nur Personen sehen, die in der Staatsoper Zutritt haben.

Die beiden ersten Workshops fanden im Theatersaal unserer Schule statt. Wir lernten die Projektleiterinnen Frau Gessat und Frau Ziegler kennen. Wir machten Übungen, in denen man lernen sollte, seine Gefühle auszudrücken. Dabei kamen sehr unterschiedliche Reaktionen von jedem, da jeder sehr individuell ist. Vielen von uns fiel es auch gar nicht so leicht, Gefühle auszudrücken.

Wir wurden mit den Hauptpersonen der Oper konfrontiert und sollten nun versuchen, uns in sie hineinzuversetzen und ihren Gefühlen nachzuspüren. Auch diese Ergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus. In Gruppen- und Einzelarbeit schrieben wir Monologe und Rätsel auf. 

Die nächsten beiden Workshops fanden in den Proberäumen der Oper statt. Dort lernten wir den Geigenspieler Felix, den Opernsänger Tobias und die Praktikantin Magdalena kennen. Wir fügten nun den Texten die Musik dazu und sangen auch im Chor. 

Am 2. Mai war dann der große Tag der Aufführung. Wir waren alle sehr nervös und dennoch sicher, denn unsere Musikgruppe ist im Laufe dieser Workshops zu einem richtigen Team zusammengewachsen. 

Es lief alles nach Plan und den Zuschauern hat es gefallen. Es war sehr schön, die Gesichter unserer Mitschüler zu sehen.

Im Allgemeinen fand ich dieses Projekt wunderbar. Ich finde es echt super, dass man auf diese Weise Jugendlichen die Oper zeigt, weil sich die meisten darunter etwas ganz Langweiliges vorstellen. Ich würde bei einem solchen Projekt gleich wieder mitmachen. 


Heidemarie Brückner, Mittelschule Ichostr.2, 81541 München